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Chemische Reinigung der Sanitärvakuumanlage des Fährschiffes MS St. Petersburg (20.08.2005)

Fähr- und Fahrgastschiffe verfügen über eine Vielzahl von Toilettenanlagen, die auf Grund der Bauweise der Schiffe nicht über Fallrohre betrieben werden können. Aus diesem Grunde erfolgt die Abführung der Fäkalien ähnlich wie bei Flugzeugen über Vakuumsysteme. Da diese Systeme mit sehr geringem Spülwassereinsatz arbeiten, kommt es über einen längeren Zeitraum zu Ablagerungen von Urinstein an den Rohrwandungen der Leitungs- systeme und damit zur Beeinträchtigung der Funktionstüchtigkeit der Toilettenanlagen. Eine wirkungsvolle Reinigungsvorrichtung ist in der Regel nicht vorhanden, sodass die Rohrleitungen mit großem Aufwand ausgetauscht werden müssen. Vor dieser Situation stand Anfang 2005 auch die Reederei F. Laeisz mit Ihrem Fährschiff MS St. Petersburg.

Über die GEPAC GmbH, einem Unternehmen zur Wartung von Schiffskläranlagen, wurde Buchen mit dem Problem konfrontiert. Unsere Fachleute im Bereich „Chemische Reinigung“ nahmen die Herausforderung gerne an und erarbeiteten ein Konzept zur materialschonenden chemischen Reinigung des Vakuumsystems der MS St. Petersburg. Insbesondere musste dabei berücksichtigt werden, dass

  • das komplette Rohrleitungssystem nur gesteckt ist und somit keinem Druck ausgesetzt werden kann.
  • das Rohrleitungssystem über eine Vielzahl von Verzweigungen auch in unterschiedlichen Höhen verfügt.
  • die vorhandene Innenverzinkung nicht zusätzlich geschädigt werden soll.
  • die Platzverhältnisse, wie auf allen Schiffen, sehr eingeschränkt sind.
  • Reinigungsarbeiten nur während einer möglichst kurzen Werftliegezeit ausgeführt werden können.
  • die Toilettenanlagen währen dieser Werftliegezeit nicht vollständig außer Betrieb genommen werden können, da das Schiff während dieser Zeit auch als Unterkunft für die Restbesatzung sowie die auf dem Schiff tätigen Handwerker dient.
  • das Schiff auf der Werft nicht befahrbar ist, jedoch die komplette Reinigungs- ausrüstung auf dem Schiff stationiert werden muss.

Für alle Probleme konnten wir, auch mit tatkräftiger Unterstützung der GEPAC GmbH sowie der Reederei F. Laeisz Lösungswege finden, so dass wir den Auftrag erhielten.

Die Reinigung erfolgte abschnittsweise, sodass ein Teil der Toilettenanlagen jederzeit zur Verfügung standen. Dabei wurden die Rohrleitungssysteme lediglich geodätischem Druck ausgesetzt. Durch den Einsatz einer mit einem Zinkschutzinhibitor versehenen sauren Reinigungslösung wurde eine Schädigung des Rohrleitungssystems vermieden.

Bei diesem Einsatz konnte Buchen seine Fähigkeit zur innovativen, maßgeschneiderten Problemlösung mit Hilfe der Chemischen Industriereinigung ein weiteres Mal unter Beweis stellen.

Erfolgreich reinigten wir im Jahre 2005 in Raffinerien, Stahlwerken, Chemischen Betrieben, Papierfabriken, bei Arzneimittelherstellern und in Lebensmittelbetrieben auch

  • Wärmetauscher (Plattenwärmetauscher, Röhrenwärmetauscher, Spiralwärmetauscher, Kompaktwärmetauscher) wasser- und produktseitig
  • Luftkühler      
  • Rohrleitungen
  • Behälter
  • Tanks
  • Kolonnen
  • Reaktoren
  • Kühltürme

Die Reinigungstechnologie und Reinigungschemikalien werden jeweils auf die zu reinigende Ausrüstung sowie die zu entfernenden Ablagerungen abgestimmt.

Ein weiteres Betätigungsfeld der Chemischen Industriereinigung sind Beizarbeiten für Anlagenbaubetriebe und Rohrleitungsbauunternehmen, wobei sowohl C-Stahl-Ausrüstungen als auch Ausrüstungen aus Edelstahl mit hoher Qualität und unter Berücksichtigung der Belange der Arbeitssicherheit und des Umweltschutzes, behandelt werden.