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Buchen aktiv an Seebebenhilfe beteiligt (28.01.2005)

Ein Jahr ist es her, dass die Naturkatasthrophe Tsunami und ihre Folgen uns alle erschütterte, aber auch eine einzigartige Welle der Hilfsbereitschaft in Gang setzte.

Auch Buchen hatte die Gelegenheit, sich aktiv an der Seebebenhilfe zu beteiligen.

In der Silvesterwoche 2004 entschied das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Bonn in Abstimmung mit dem Krisenzentrum des Auswärtigen Amtes im Berlin, der thailändischen Botschaft Chlorkalk aus dem Lager Ruhmannsdorf bei Landshut zur Seuchenabwehr in den betroffenen Gebieten anzubieten. Nachdem die thailändische Botschaft die Unterstützung positiv aufnahm, musste noch ein Geldgeber für die Fracht gesucht werden. Der Malteser Hilfsdienst in Köln erklärte sich am Dienstag, den 14.01.2005 bereit, die Kosten für den Transport nach Phuket zu übernehmen.

Am selben Nachmittag erhielt Buchen in Burghausen vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz den Auftrag, von Mittwoch morgen bis Donnerstag 22:00 Uhr, also innerhalb von knapp 40 Stunden, 1000 Fässer Chlorkalk für den Transport zum Münchener Flughafen - wo bereits eine Lufthansa-Transportmaschine wartete - zu verzurren und zu beschriften. Die Logistikabteilung der Bundeswehr „bestand“ darauf, den gut 60 Kilometer langen Weg zum Airport Cargo-Center unentgeltlich durchzuführen.

Mit einem logistischen Kraftakt und der Hilfe aller Beteiligten, darunter auch Unterstützung durch unseren Kunden OMV, Burghausen, in Form von Verpackungsequipment und Verzicht von Entsorgungsdienstleistungen während dieser Zeit, konnte am Mittwoch morgen eine fünfköpfige Tagschicht sowie eine dreiköpfige Nachtschicht vor Ort ihren Dienst aufnehmen. Am Donnerstag morgen rollte ein kompletter Bundeswehr-Konvoi inklusive Kolonnenführer und acht LKW im Chlorkalklager Ruhmannnsdorf (übrigens mitten in den bayrischen Wäldern, ohne Strom- und Wasseranschluss) ein.

Als am Abend des 13.01. um 21:30 Uhr das 1.001te Fass das Chlorkalklager verließ, machte sich eine eigentümliche Stimmung breit. Völlig geschafft nach 14 Stunden Arbeit mit nur den notwendigsten Pausen, ohne ein Murren oder Stöhnen, aber glücklich, seinen ganz persönlichen Beitrag im Zuge der humanitären Seebebenhilfe geleistet zu haben, schaute so mancher mit feuchten Augen dem letzten LKW hinterher.

Der Kunde verabschiedete uns mit den Worten „Respekt und tausend Dank an die Jungs! - Ohne Euch hätte die Aktion niemals geklappt!“

Und so lässt sich doch manchmal eine Herzensangelegenheit mit dem harten Geschäftsleben verbinden!