| BKS: Kesselreinigung im RWE Kraftwerk Niederaußem (16.10.2004)
Über unsere neu eingerichtete Notrufnummer erhielten wir am Samstag, den 31.7.2004 gegen Mittag einen Auftrag zur Sandstrahlreinigung im neu erbauten 950MW BoA-Block (Braunkohle optimierte Anlagentechnik) im RWE Kraftwerk Niederaußem. Die Reinigung stand im Zusammenhang mit der planmäßigen ersten TÜV-Revision des modernsten Braunkohlekessels der Welt nach 12.000 Betriebsstunden und 10,7 Milliarden KW erzeugten Stroms. Im Zuge dieser Revision sollte auch ein kompletter Zwischenüberhitzer ausgetauscht werden, mit dem im Betrieb 600°C heißer Wasserdampf erzeugt wird.
Nach einem sofortigen Ortstermin wurden von uns die notwendigen Ressourcen festgelegt und die Arbeitsvorbereitung eingeleitet, so dass wir noch am selben Abend die Baustelle einrichten und mit den Aufbauarbeiten für die Strahlarbeiten beginnen konnten. Eine große Herausforderung lag darin, dass sich unser Einsatzort in etwa 100 Meter Höhe befand, was nicht nur enorme Kapazitäten an Schlauchmaterial sondern auch aus sicherheitstechnischen Gründen besondere Schutzausrüstungen erforderte.
Nachdem unser Einsatzteam - bestehend aus einem Projektleiter mit zwei Vorarbeitern und 24 Monteuren - mit 5 Großkompressoren und 8 Strahlausrüstungen die Arbeiten aufgenommen hatte und die Firma Alstom als Generalauftragnehmer seitens RWE von seiner Leistungsfähigkeit überzeugt hatte, wurde unser Auftragsumfang nach drei Tagen mehr als verdoppelt. Parallel zu den laufenden Arbeiten haben wir gemeinsam mit Partnerunternehmen die weiteren Aufbauarbeiten durchgeführt und weitere Maschinen von anderen Baustellen zum Kraftwerk transportiert.
Anfang der zweiten Augustwoche haben wir die Arbeit im Kraftwerk mit etwa 60 Monteuren, 9 Großkompressoren und 16 Strahlgeräten in Tag- und Nachtschicht fortgesetzt. Nach drei Wochen konnten wir das Projekt erfolgreich zum Abschluss bringen.
Im direkten Anschluss daran erhielten wir einen Folgeauftrag für Reinigungsarbeiten in der Zwischenüberhitzerebene. Diese Reinigung war notwendig, da ein komplettes Überhitzerpaket ausgetauscht werden musste und für die Schweißarbeiten eine nahezu staub- und schmutzfreie Atmosphäre geschaffen werden musste. Hierfür setzten wir in der Spitze bis zu 30 Monteure, 2 Luftförderanlagen und 5 Hochleistungssauganlagen ein. Nach weiteren kleineren Strahlarbeiten an Nebenanlagen und begleitenden Reinigungsarbeiten bei den Schweißarbeiten haben wir diesen Auftrag Anfang Oktober zur Zufriedenheit unseres Kunden beendet.
Weitere Infos: Matthias Ebach
Tel. (+49) 221 7177-106
E-Mail: matthias.ebach@buchen.net
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