| Pilotprojekt Entschichtung im Gletscherkraftwerk (01.03.2004)
Anfang des Jahres hat Buchen im Rahmen eines Pilotprojektes eine 1.100 m lange Druckwasserleitung im Schweizer Wasserspeicher-Kraftwerk „Lötschen-Gletscher“ mittels Wasserhochdrucktechnik innen entschichtet.
Die knifflige Aufgabe bestand darin, aus einem Fallrohr von fast drei Meter Durchmesser und bei 60 % Gefälle zwischen Stausee und Turbinenhaus eine Jahrzehnte alte Zink-Bitumen-Beschichtung so zu entfernen, dass anschließend ohne größere Instandsetzungsarbeiten eine neue Beschichtung aufgetragen werden konnte. Es war für uns nicht nur eine technische sondern auch eine große organisatorische Herausforderung, da sich die Alpen in winterlichem Kleid präsentierten und unser Equipment auf engen, verschneiten Passstraßen mit Allrad angetriebenen Lastwagen an die Bergstation herangeschafft werden musste.
Kernstück unserer Reinigungsvorrichtung waren die beiden neu entwickelten Trägerschlitten mit Rotationsdüsen und Drehzahlmesser. Sie wurden an einer Seilwinde von oben in das Fallrohr eingebracht. Der erste Trägerschlitten wurde an der Talstation positioniert, der zweite auf halber Strecke bei 500 m. Für die notwendige Wasserversorgung von bis zu 250 l/min waren an der Talstation eine große Pumpe und an der rund 1.000 Meter höher gelegenen Bergstation zwei Hochdruck-Pumpen aufgestellt.
Per Seilwinde wurden die Schlitten langsam nach oben gezogen. Dabei wurde die Rohrwand Stück um Stück entschichtet und gereinigt. Gleichzeitig mussten an der Bergstation die Wasserhochdruckschläuche kontinuierlich verkürzt und zur Talstation gebracht werden, wo sie in die sich gleichermaßen verlängernde untere Strecke wieder eingebaut wurden.
Nach 10 Tagen erreichten die Schlitten die Bergstation; etwa 20 Tonnen Beschichtungsmaterial waren entfernt. Der Abfall wurde von unserem ARGE-Partner gesammelt, aufgearbeitet und entsorgt.
Die 17 Mann starke Projektgruppe hat die Arbeiten mit Auf- und Abbau in einer Zeit von knapp vier Wochen bewältigt und termingerecht abgeschlossen. Die Abnahme durch die Schweizer Sachverständigen wurde problemlos gemeistert. Auch unser Partner zeigte sich sehr zufrieden, da er wegen des hervorragenden Reinigungsergebnisses die neue Beschichtung problemlos auftragen konnte. Aufgrund des Einsatzes unserer neuen Technik kann der Kraftwerksbetreiber den Revisions-Zeitabstand auf nun fünf Jahre verdoppeln.
Wir konnten hier durch die Weiterentwicklung unseres HD-Equipments eine Pilotaufgabe bewältigen und hoffen, durch Folgeaufträge diese Technik in den nächsten Jahren weiter auszubauen.
Weitere Infos: Josef Eiblmeier
(+49) 8677 9159-21
E-Mail: josef.eiblmeier@buchen.net
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