| Karlsruhe:
Rückbau kerntechnischer Anlage (03.02.2004)
Das Forschungszentrum
Karlsruhe hat Buchen beauftragt, die Arbeiten zum Rückbau der
Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe (WAK) durchzuführen. Der
Auftrag beinhaltet die Demontage und Dekontamination von Systemen
und Räumen, die sich größtenteils im Prozessgebäude
der ehemaligen Pilotanlage befinden.
Die WAK wurde
vor über 30 Jahren zur Erforschung der Wiederaufarbeitung verbrauchter
Kernbrennstäbe errichtet und hat innerhalb von 20 Jahren rund
208 Tonnen Kernmaterial durchgesetzt.
Nach der Auftragserteilung
im Dezember 2001 ging es an die praktische Umsetzung. Aufgrund der
radioaktiven Kontamination der Anlage und deren Systeme kommt es
vor allem darauf an, die Rückbaumaßnahmen effizient und
unter Einhaltung höchster sicherheitstechnischer Voraussetzungen
durchzuführen.
Die Anzahl eingesetzter
Fachkräfte wurde in einem Stufenplan auf heute über 110
Mann erhöht. In vierwöchigen Trainingseinheiten wurde
das Fachpersonal in die praktischen Arbeitsverfahren und vor allem
in die korrekte Anwendung aller Sicherheitsvorkehrungen eingewiesen.
Zusätzlich erfolgte eine intensive theoretische Schulung, die
im Verlauf der Arbeiten vierteljährlich wiederholt wird. Erst
nach dieser Phase dürfen die Mitarbeiter in Arbeitsgruppen
mit jeweils einem Arbeitsverantwortlichen vor Ort und unter ständiger
Obhut ihrer Strahlenschutzkollegen mit den praktischen Arbeiten
im Kontrollbereich beginnen.
Ein streng zu
beachtendes Arbeitserlaubnisverfahren sorgt dafür, dass alle
Arbeitsschritte genehmigungskonform und unter Beachtung der notwendigen
Sicherungsmaßnahmen durchgeführt werden. Bei Abweichungen
von der Planung können die Arbeiten erst nach einer entsprechenden
technischen Klärung unter Hinzuziehung aller beteiligten Entscheidungsträger
(inklusive TÜV und Überwachungsbehörden) fortgeführt
werden.
Unser Einsatzteam
setzt sich aufgrund der Anforderung nur aus hochqualifizierten Mitarbeitern
mit Ausbildungsberufen in den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik,
Chemie oder Bauwesen zusammen. Zusätzlich zu den eigentlichen
Rückbauarbeiten führen wir auch alle rückbaubegleitenden
Strahlenschutztätigkeiten mit unserem Personal durch. Neben
den Spezialisten für Dekontamination und Logistik setzen wir
seit Juni 2003 auch ein Team von derzeit neun Betonbohr- und Sägespezialisten
für Trockensägearbeiten an zum Teil meterdicken, stark armierten Betonwänden ein.
Zusätzlich
unterstützen wir die Rückbauleitung der WAK mit einem
eigens dafür abgestellten Team aus Technikern und Ingenieuren,
die in den Bereichen Projektkoordination, Dokumentation, Logistik,
Arbeitsvorbereitung und Überwachung von Arbeitsabläufen
als direkte Schnittstellen zur Rückbaumannschaft fungieren.
Wir haben ein
schlagkräftiges Team auf die Beine gestellt, das den hohen
Anforderungen, die an den Rückbau einer kerntechnischen Anlage
gestellt werden, gerecht wird. In enger Kooperation mit dem Kunden
werden wir diesen technisch anspruchsvollen Rückbau voraussichtlich
plangemäß, ohne Zwischenfälle und Verzögerungen
bis zum Jahr 2010 fertig stellen.
Dies ist umso
wichtiger, als in den nächsten Jahren und Jahrzehnten in Deutschland
weitere kerntechnische Anlagen zum Rückbau anstehen, für
die unser Know-How direkt genutzt werden kann.
Weitere Infos:
Sven Gärtner
Tel.: (+49) 7247/ 9611-18
E-Mail: sven.gaertner@buchen.net
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