| FILTRATEC
und Buchen: Entsorgung von bakteriell verunreinigtem Kühlturmschlamm
(05.01.2004)
Als FILTRATEC
im November letzten Jahres den Auftrag erhielt, im Rahmen einer
Kühlturmsanierung bei der Shell Oil Rheinlandraffinerie in
Köln-Godorf die Reinigung und Entwässerung des im Kühlturm
befindlichen Schlammes durchzuführen, schien alles zunächst
normal zu verlaufen.
Der Plan sah
vor, zwischen dem 08.-23. Dezember 2003 den Schlamm zu entnehmen
und anschließend zu filtrieren und der Verbrennung im Shell-Werk
Wesseling zuzuführen.
Doch kurz vor
Projektbeginn kam die Hiobsbotschaft: Der Kunde konnte aufgrund
von Vorkommnissen in den USA eine potenzielle Legionellengefahr
im Kühlwasser nicht ausschließen und veranlasste eine
Untersuchung. Die Analyse ergab dann tatsächlich einen Legionellenbefund.
Die Belastung des Kühlturmwassers lag zwar unterhalb der zulässigen
Grenzwerte, aber aus Sicherheitsgründen wurde vorsorglich von
der Shell Oil der höchste Sicherheitsstandard vorgegeben. Damit
musste das ursprüngliche Arbeitskonzept verworfen werden. Auch
der Einsatz von Saugwagen wurde wegen der Legionellengefahr im Abluftstrom
des Saugvorganges ausgeschlossen.
Nach Bekannt
werden der Problematik wurde durch FILTRATEC eine umfassende Gefahrenanalyse
mit anschließender Gefahrenbeurteilung erstellt. Hieraus erfolgte
ein umfangreiches Sicherheitskonzept in Zusammenarbeit mit der Sicherheitsabteilung
von Shell.
Jeder Mitarbeiter
von FILTRATEC und Buchen musste vor dem Einsatz umfassende arbeitsmedizinische
Untersuchungen und Unterweisungen durch die Sicherheitsabteilungen
des eigenen Hauses sowie auch des Kunden durchlaufen.
Auf Grund der
Problemstellung wurde eine Arbeitsteilung vorgenommen, die vorsah,
dass die Entnahme des Überstandswassers sowie die anschließende
Behandlung mit den entsprechenden Chemikalien auf der beigestellten
Kammerfilterpresse durch FILTRATEC erfolgte.
Auch schon in
dieser Phase wurden die Sicherheitsmaßnahmen konsequent umgesetzt,
in dem außerhalb des Kühlturmes das Tragen von P3-Masken
Pflicht war. Nach Abzug des Überstandswassers führten
die Kollegen von BUCHEN die Entnahme und Reinigung der Kühlturmtasse
durch. Vollschutzkleidung und schwerer Atemschutz waren die Grundvoraussetzungen
zum Betreten der Kühlturmtasse.
Insgesamt wurden
der Kühlturmtasse 5.825 m³ Medium entnommen, wobei ca.
200 t Filterkuchen – wie geplant – der werkseigenen
Verbrennung zugeführt wurden.
Trotz verzögertem
Start am 15. Dezember konnten alle Arbeiten bis zum 22. Dezember fertiggestellt werden.
Im 24-Stunden-Rhythmus
war ein 14-Mann-starkes Team von Buchen-Kollegen aus Stade, Merseburg,
Wesseling sowie den FILTRATEC-Kollegen aus Voerde permanent im Einsatz.
Am Ende bleibt
festzuhalten, dass die Arbeiten mit den getroffenen Sicherheitsmaßnahmen
für alle Mitarbeiter unbedenklich waren.
Auch bei diesem
Projekt konnte das Team FILTRATEC/BUCHEN nach dem Motto „BUCHEN
... am Puls der Industrie“ in professioneller Weise die Aufgabenstellung
des Kunden bewältigen.
Weitere Infos:
Bernd van Elten
Tel.: (+49) 281 403-222
E-Mail: bernd.vanelten@filtratec.com
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