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Allianz-Stillstand bei Veba (27.06.2002)

Den bisher umfangreichsten Stillstand ihrer Werksgeschichte wickelte im Juni die Veba-Raffinerie im Werk Gelsenkirchen/Scholven – heute unter BP-Flagge – ab.

Zur Optimierung der Stillstandsabwicklung wählte unser Kunde eine neue Organisationsform, die sogenannte Allianz: Wesentliche Leistungsgewerke bildeten ein partnerschaftliches Team, das für die Gewährleistung von Sicherheit, Qualität und Umweltschutz sowie für die Einhaltung der Kosten gemeinsam verantwortlich war. Für die Laufzeit des Stillstandes funktionierte die Allianz wie eine „Ehe auf Zeit“, in der alle Partner gemeinsam die Kosten der Allianz tragen und Geld nur verdient wird, wenn am Ende etwas übrig bleibt. Dies bedeutete für uns alle, einander zu helfen, vorausschauend und umsichtig zu arbeiten sowie unnötige Arbeiten zu vermeiden.

Partner der Allianz waren der Anlagenbetreiber Veba Oel, drei Schlosserfirmen, eine Gerüstbaufirma und Buchen mit der Industriereinigung. Unser Mann im Führungsgremium der Allianz, dem sogenannten Allianz-Board, war Steffen Brillat.

In der Spitze waren neben den Veba-Mitarbeitern über 3.000 Mitarbeiter von Fremdfirmen für Stillstandsarbeiten und Projekte im Einsatz.

Neben Allianz-Stillstand und Projekten liefen gleichzeitig Stillstände in drei weiteren Anlagen des Werkes, so dass Buchen in dieser Zeit für sämtliche Reinigungsaktivitäten auf dem Werksgelände verantwortlich war. In der Zeit vom 27. Mai bis 30. Juni reinigte die Buchen-Mannschaft mit Unterstützung aus allen Regionen der Buchen-Welt ca. 1.500 Apparate, Kolonnen, Wärmetauscher, Luftkühler, Verdichter und ca. 5.000 Armaturen.

BUCHEN-ICS arbeitete rund 20.000 Stunden an vier Anlagen (HC, Aromaten, Olefin, H2) mit in der Spitze 70 Mann. Allein im HC-Bereich wurden in kürzester Zeit über 600 Tonnen Katalysator gewechselt.

Etwa 45.000 Mannstunden wurden geleistet und zwar unfallfrei. Dieses gute Ergebnis ist sicherlich kein Zufall, sondern Ergebnis einer guten Sicherheitsarbeit im Vorfeld und während des Stillstandes.

Aus dieser Art des Stillstandsmanagements, in der Buchen nicht nur Dienstleister, sondern auch Partner ist, ergeben sich auch neue Perspektiven für die Zukunft. Da hier eine neue Abwicklungsart gewählt wurde, ist damit zu rechnen, dass sämtliche Raffineriebetreiber Deutschlands und Europas den Verlauf des Stillstandes verfolgt haben und möglicherweise diese Form in Zukunft übernehmen.

Weitere Infos: Steffen Brillat
Tel.: 0 203/42 91 4 -20
Email: steffen.brillat@buchen.net