Den bisher umfangreichsten Stillstand ihrer Werksgeschichte
wickelte im Juni die Veba-Raffinerie im Werk Gelsenkirchen/Scholven
– heute unter BP-Flagge – ab.
Zur Optimierung der Stillstandsabwicklung wählte
unser Kunde eine neue Organisationsform, die sogenannte Allianz:
Wesentliche Leistungsgewerke bildeten ein partnerschaftliches Team,
das für die Gewährleistung von Sicherheit, Qualität
und Umweltschutz sowie für die Einhaltung der Kosten gemeinsam
verantwortlich war. Für die Laufzeit des Stillstandes funktionierte
die Allianz wie eine „Ehe auf Zeit“, in der alle Partner
gemeinsam die Kosten der Allianz tragen und Geld nur verdient wird,
wenn am Ende etwas übrig bleibt. Dies bedeutete für uns
alle, einander zu helfen, vorausschauend und umsichtig zu arbeiten
sowie unnötige Arbeiten zu vermeiden.
Partner der Allianz waren der Anlagenbetreiber Veba
Oel, drei Schlosserfirmen, eine Gerüstbaufirma und Buchen mit
der Industriereinigung. Unser Mann im Führungsgremium der Allianz,
dem sogenannten Allianz-Board, war Steffen Brillat.

In der Spitze waren neben den Veba-Mitarbeitern
über 3.000 Mitarbeiter von Fremdfirmen für Stillstandsarbeiten
und Projekte im Einsatz.
Neben Allianz-Stillstand und Projekten liefen gleichzeitig
Stillstände in drei weiteren Anlagen des Werkes, so dass Buchen
in dieser Zeit für sämtliche Reinigungsaktivitäten
auf dem Werksgelände verantwortlich war. In der Zeit vom 27.
Mai bis 30. Juni reinigte die Buchen-Mannschaft mit Unterstützung
aus allen Regionen der Buchen-Welt ca. 1.500 Apparate, Kolonnen,
Wärmetauscher, Luftkühler, Verdichter und ca. 5.000 Armaturen.
BUCHEN-ICS arbeitete rund 20.000 Stunden an vier
Anlagen (HC, Aromaten, Olefin, H2)
mit in der Spitze 70 Mann. Allein im HC-Bereich wurden in kürzester
Zeit über 600 Tonnen Katalysator gewechselt.
Etwa 45.000 Mannstunden wurden geleistet und zwar
unfallfrei. Dieses gute Ergebnis ist sicherlich kein Zufall, sondern
Ergebnis einer guten Sicherheitsarbeit im Vorfeld und während
des Stillstandes.
Aus dieser Art des Stillstandsmanagements, in der
Buchen nicht nur Dienstleister, sondern auch Partner ist, ergeben
sich auch neue Perspektiven für die Zukunft. Da hier eine neue
Abwicklungsart gewählt wurde, ist damit zu rechnen, dass sämtliche
Raffineriebetreiber Deutschlands und Europas den Verlauf des Stillstandes
verfolgt haben und möglicherweise diese Form in Zukunft übernehmen.
Weitere Infos: Steffen Brillat
Tel.: 0 203/42 91 4 -20
Email: steffen.brillat@buchen.net